Rodial-Begründerin Maria Hatzistefanis: von der Beauty-Journalistin zur Unternehmerin

Von Katrin Roth, 25. Juni 2012

Rodial-Begründerin Maria Hatzistefanis über unterschätzte Beauty-Rituale und wichtige Investitionen.

 

Glück im Unglück, das ist zum Beispiel, wenn man einen wichtigen Medientermin absagen muss – und trotzdem ein feines Interview führen kann. So geschehen kürzlich, als ich die Audienz von Beauty-Profi und Rodial-Begründerin Maria Hatzistefanis in Zürich verpasste, weil ich an diesem Tag bereits verplant war.

 

Rodial_Maria

 

 

Ausgerechnet! Tausend Fragen hätte ich an die Wahl-Londonerin mit griechischen Wurzeln

 

Elle Macpherson–       die es, wie man sagt, mit ihrem Mann und einem Startkapital von 20’000 Pfund mal locker-flockig von der Beauty-Journalistin (sic!) zur millionenschweren Unternehmerin gebracht hat

–       die Superpromis auf dem ganzen Globus wie Gwyneth Paltrow, Beyoncé, Jennifer Ansiston und wie die Hübschen alle heissen zu ihren Stammkundinnen zählt (rechts im Bild zu bewundern: Topmodel «the Body» Elle Macpherson an einem Rodial-Event)

–       die bereits als kleines Mädchen davon träumte, eine eigene Pflegelinie zu lancieren

 

–       die ihre Produkte in vollem Ernst als Alternative zu Schönheits-Operationen anpreist, was ihr einigen Ärger mit gewissen Beauty-Docs eingebracht hat

–       die – vorerst – nicht daran denkt, ihre Firma an einen der grossen Player im Business zu verkaufen, sondern lieber noch selbst am Erfolg von Rodial weiterbastelt

–       die jetzt ihre Produkte wie zum Beispiel die legendäre Schlangengift-Maske Glamoxy Snake Mask neu auch in der Schweiz vertreibt und zwar exklusiv bei Marionnaud

 

 

Rodial Glamoxy Snake Mask

 

Mit anderen Worten: Rodial-Begründerin Hatzistefanis ist eine der spannendsten Figuren in der Beauty-Branche – UND ICH VERPASSE SIE!

Mehrere Tage lang leckte ich meine Wunden, schmollte mit dem Schicksal und klagte Marionnaud-Pressefrau Stephanie in Form von seitenlangen Mails mein Leid, bis mir diese dezent, aber nachdrücklich ans Herz legte, Frau Hatzistefanis doch einfach per E-Mail zu befragen: «Das ist zwar kein Ersatz für eine direkte Begegnung mit Maria, aber immer noch besser als gar nichts, oder?»

Eine weise Frau, die Stephanie, denn auf diesem Weg bin ich doch noch zu meinen Antworten gekommen. Und Rodial zu ziemlich guter Presse.

 

 

Maria Hatzistefanis, mal ganz ehrlich, können Kosmetikprodukte wirklich den Gang zum plastischen Chirurgen ersetzen?

Ich glaube echt und wirklich daran, dass ein gesunder Lebenswandel und Anti-Aging-Produkte das Rad der Zeit um viele Jahre zurückdrehen können, ja! Unser Glamoxy Snake Serum mit Schlangengift zum Beispiel enthält eine einzigartige Wirkstoffkombination, die feine Linien und Falten augenblicklich mindert.

Was verstehen Sie unter einem gesunden Lebenswandel?

Wasser trinken. Viel Wasser sogar. Und auch die Ernährung spielt eine grosse Rolle: fetthaltiger Fisch, frische Früchte und Gemüse sollten so oft als möglich auf dem Teller landen, das macht sich sofort bemerkbar auf der Haut. Um den Kreislauf auf Trab zu bringen und einen hübschen Glow zu bekommen, spiele ich Tennis und gehe joggen, so oft es mir möglich ist.

Viele Stars schwören auf Rodial-Produkte. Wie schafft man das?

Angefangen hat es 2005, als wir die Gäste einer After-Oscar-Party mit Rodial-Produkten bemustern durften. Seither kommen die Promis zu uns – ganz einfach, weil die Produkte halten, was sie versprechen.

Rodial ist nicht gerade eine günstige Kosmetiklinie, das oben erwähnte Glamoxy Snake Serum zum Beispiel kostet 211 Franken – für 25ml! Wenn nun jemand ein beschränktes Budget hat – in welches Rodial-Produkt sollte jemand als erstes investieren?

Der Anti-Aging Balsam Glam Balm Multi zu 78 Franken ist perfekt für jemanden, der auf den Preis achten muss, weil es für alles eingesetzt werden kann, von trockener Haut bis zu Nagelhäutchen. Ein praktisches Multitalent, das ewig hält.

Was ist das am meisten unterschätzte Beauty-Instrument?

Ein guter Waschlappen aus Stoff – weil er helfen kann, die dass sich die Haut glatt und fein anfühlt nach der Reinigung.

Und was ist das am meisten unterschätzte Schönheits-Ritual?

Die tägliche Reinigung, ohne Frage! Nur wenn die Haut gut gereinigt ist, kann sie atmen und die Wirkstoffe der Tages- und Nachtpflege gut aufnehmen.

Sie waren Beauty-Journalistin, bevor Sie ins Schönheits-Business eingestiegen sind. Wussten Sie da schon alles oder brauchten es dazu die Unterstützung von Experten?

Ich erforschte Trends und Wirkstoffe, von denen ich glaubte, sie würden gut miteinander harmonieren. Für die Umsetzung zog ich dann einen Chemiker bei und wir entwickelten gemeinsam die Formeln für die einzelnen Produkte. Seit der Gründung von Rodial im 1999 kenne ich mittlerweile viele Inhaltsstoffe und bin vertraut mit den wissenschaftlichen Prozessen hinter den Produkten.

Die Wissenschaft ist das eine – die Wirtschaft das andere. Wie haben Sie gelernt, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen und zu führen?

Da ich zuvor bereits im Marketing gearbeitet habe, war ich schon ein wenig vertraut mit der Geschäftswelt. Aber am meisten habe ich ohne Frage auf dem Job selbst gelernt, wie es immer so schön heisst. Dabei beging ich immer wieder Fehler – dank denen ich nun da bin, wo ich bin.

Da wo Sie jetzt sind, ist ziemlich viel Geld, wenn man das so sagen darf. Welchen Luxus gönnen Sie sich davon?

Kauforgien gibt es bei mir so gut wie nie, ganz ehrlich. Aber ich habe eine Schwäche für Handtaschen und bin der festen Überzeugung, dass es sich lohnt, in ein hochwertiges Designerstück zu investieren: weil es lange hält (und sich entsprechend gut amortisiert) und weil es zu allem passt.

Abgesehen von Handtaschen: Was macht Sie glücklich?

Zeit mit meiner Familie zu verbringen!

Familie ist ein gutes Stichwort. Sie leben mit Ihrem Mann und Ihren zwei Söhnen in London. Wie kriegen Sie Beruf und Familie unter einen Hut?

Es ist wahnsinnig wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Ich liebe meine Arbeit und entsprechend fällt es mir oft schwer, am Feierabend abzuschalten. Darum fokussiere ich mich unter der Woche vor allem auf den Job – um am Wochenende das Privat- und Familienleben in vollen Zügen zu geniessen: meist auf dem Land, oft auf dem Tennisplatz und manchmal auch ganz faul auf dem Sofa mit der neusten Vogue.

Sie haben schon so viel erreicht in ihrem Leben. Wovon träumt eine Maria Hatzistefanis noch?

Ich bin glücklich, dass Rodial immer erfolgreicher wird und wächst. Ich lebe meinen Traum bereits jetzt schon!

 

Rodial_Maria_Thinkbig

 

 

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