Was hat der Hype um koreanische Beauty auf sich?

Von Katrin Roth, 17. Februar 2016

 

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Egal, ob BB Cream, Cushion Make-up, Pflege-Essence oder Vlies-Maske: Wenn Du die vergangenen Jahre nicht gerade in einem Funkloch verbracht und/oder medienabstinent gelebt hast, ist Dir schon lange bewusst, dass in Korea grad ziemlich die Beauty-Post abgeht.

Aber kennst Du auch die Gründe dafür?

Ich selbst hatte nämlich keine Ahnung, oder besser: mir war es ziemlich egal, bis ich unlängst auf einen Artikel über die Ursprünge der koreanischen Beauty-Erfolgsgeschichte stiess, die sich liest wie die Anleitung aus einem Unternehmensratgeber im Stil von «so werden sie in Rekordzeit zum internationalen Trendsetter».

Denn im Gegenteil zu anderen Hypes, die meist als Gegenbewegung zum Mainstream entstehen, handelt es sich hier um eine Strategie der südkoreanischen Regierung, die nach der grossen Krise unter dem Oberbegriff «Hallyu» – zu deutsch heisst das so viel wie «die koreanische Welle» – ganz gezielt auf den Export von Kulturgütern setzt: Am Anfang durch die Produktion von synchronisierten TV-Serien, in denen der nationale Lifestyle abgefeiert – und damit weltweit bekannt – wurde und kurz darauf durch die Förderung von K-Pop, dem wegen Hits wie «Gangnam Style» niemand entkommen konnte.

Nach und nach schwappte die koreanische Welle über auf andere Gebiete wie die Computerspiel-Industrie, Mode, Essen sowie natürlich die Beauty-Branche, die unter
anderem mit so lustigen Erfindungen wie der Peel-Off-Lipstain von Berrisom (Du erinnerst Dich sicher noch an den Testbericht mit dem My Lip Tint Pack?) das Business tüchtig aufmischt.

 

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Rund 2000 Beauty-Brands soll es in Korea geben, wo eine innovative Elite von Schönheitsprofis unermüdlich an neuen Erfindungen herumtüftelt, die sowohl durch exotische Inhaltsstoffe – ich sage nur: Schleckenschleim in der Gesichtscrème! – als auch wegen besonders putzigen Verpackungen auffallen, wie der Blick auf meine Bestellung beim neuen Onlineshops kosmetikco.ch zeigt.

 

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Inwiefern Lieferung von kosmetikco.ch dem guten Ruf der koreanischen Beauty-Industrie gerecht wird, kann ich Dir bis noch nicht sagen, da alle Produkte nur auf koreanisch angeschrieben sind und mir bisher – *Flüsterton* – die Chuzpe fehlte für einen Test damit.

Sorry, Darling, aber wir reden hier immerhin von einem Land, in dem die Verarbeitung von Schneckenschleim zu Gesichtscrèmes als absolut salonfähig gilt!
DA KANN EINEM SCHON MAL DER MUT VERLASSEN!

Umso mehr würde es mich freuen, wenn Du mir von allfälligen Erfahrungen mit koreanischer Kosmetik erzählen würdest, sei das hier im Kommentar-Feld oder auf die Facebook-Seite von The Beauty Experience (sind wir da schon befreundet? Ich freu mich über jeden neuen Like!).

Vielleicht machst Du mich damit so neugierig, dass ich meinen inneren Feigling doch noch überwinde. Und ansonsten finde ich sicher jemanden, der den Test für mich übernimmt.

Eines ist jedenfalls jetzt schon klar: Die koreanische Beauty-Welle wird weiterrollen.

 

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