Der Fusspflege-Trick mit den Tüten

Von Katrin Roth, 26. Juli 2016

 

Fusspflege-Trick-Visual
Zu sagen, ich sei leicht abzulenken, ist genau so untertrieben wie die Behauptung, dass Leonardo sich ein wenig schwer tut mit langfristigen Bindungen. Böse Zungen reden sogar von mildem Hyperaktivismus, wenn ich mal wieder ohne jeden Fokus vom Hundertsten ins Tausendste komme und dabei bisweilen ziemlich spannende Überraschungen erlebe.

Vergangenen Monat zum Beispiel, als die Zubereitung meines Morgenkaffees ganz unvermutet in ein Beauty-Experiment überging und mit streichelzarten Sandalenfüssen endete.

Wie das passieren konnte?

Um die Wartezeit beim Aufschäumen der Milch zu überbrücken schnappte ich mir das Natel.

Las meine Mails.

Fand dort im Posteingang einen Newsletter, in dem auf den Ausverkauf bei The Outnet hingewiesen wurde.

Scrollte mich dort durch das Angebot.

Entdeckte ein paar schwarze Stiefeletten, wie ich sie schon ganz, ganz lange suchte (elegant mit hohem, nicht zu spitzem aber auch nicht zu plumpem Absatz, Leder).

Flitzte zwecks Erfassung meines Bestandes an Stiefeln zum Schuhschrank, um mich mental vorbereiten zu können auf mögliche Einwände des Liebsten, der in solchen Situationen gerne mal Sprüche klopft wie «aber Du hast doch schon zehn schwarze Stiefeletten» (stimmt nicht, es sind 12, um genau zu sein. ABER JEDES PAAR IST TOTAL UNTERSCHIEDLICH).

Stiess beim Inventar meiner Schuhe auf ein Paar Sandalen von Stuart Weitzman, das ich schon längst wieder vergessen hatte.

 

Stuart-Weitzman

 

Schlüpfte hinein, um herauszufinden, wie ich derart tolle Schuhe vergessen konnte.

Stellte fest, dass sie drücken wie Sau.

Fragte mich, wie viel man dafür verlangen könnte auf Ricardo.ch.

Versorgte die Schuhe wieder im Beutel.

Realisierte mit Blick auf meine nackten Füsse, dass ich es bei der Pflege etwas schleifen liess in den vergangenen Wochen.

Erinnerte mich an einen Fusspflege-Trick, den mir Beauty-Kollegin Regina verriet beim Lunch unlängst.

Rannte in die Küche zurück (Mist! Kaffee ist kalt geworden), wo ich gemäss Anweisungen von Regina zwei kleine Plastiktüten holte.

Verzog mich damit ins Bad.

Trug eine dicke Schicht Foot Butter von Fig & Yarrow auf und packte anschliessend meine Füsse in je eine der beiden Plastiktüten ein.

Schlurfte mit den Säckchen an den Füssen durch die halbe Wohnung zum Schuhschrank zurück.

Schlüpfte in meine Winter-Hausschuhe.

 

Fusspflegetrick-in-action

Ging in die Küche, um mir einen neuen Kaffee zu machen.

 

Kaffee

 

Schleppte die Tasse ins Home-Office.

Stellte das Natel auf Flugmodus.

Fuhr das Mailprogramme herunter.

Schloss die Türe zu.

Konzentrierte mich.

Und hatte drei Stunden später nicht nur endlich den Artikel zum Thema «Körpervielfalt» fertig, sondern erst noch streichelzarte Füsse.

Der Kaffee allerdings wurde wieder kalt.

Und die Stiefel in meiner Grösse waren weg.

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