Q&A mit Poppy und Chloé Delevigne

Von Katrin Roth, 21. September 2016

system-professional-energycode-kampagnenbotschafterinnen-poppy-chloe-delevingne

 

Sie kann es kaum fassen: «Darling, Dich schickt der Himmel, das ist genau, was wir jetzt brauchen, nicht wahr, Chloé?», sagt Poppy Delevigne zu ihrer Schwester und schnappt sich mit verzückter Miene eines der beiden Päckchen Pralinen, die ich den Botschafterinnen der neuen Haarpflegelinie System Professional EnergyCode zum Beauty-Date im Lanserhof mitgebracht habe. Und damit offenbar einen Volltreffer landete, wie die begeisterten Freudenschreie meiner Gesprächspartnerinnen zeigen.

Von einer echten Konversation kann vorerst allerdings nicht nicht die Rede sein, da sich die beiden Engländerinnen bereits bedient haben bei den Süssigkeiten und nun mit seliger Miene ihre Schoggi essen. Einmal runterschlucken, einmal verzückt über den Bauch streichen – «Wir hatten seit Tagen keinen Zucker mehr, hier ist alles so gesund, Du kannst Dir nicht vorstellen, wie gut das eben getan hat, danke Dir!» – und dann sind die beiden bereit für ein Gespräch, das bei mir in die Geschichte eingehen wird als lustigstes Interview ever.

Sei also gewarnt, Bella – in den folgenden Zeilen ist ständig irgend jemand am lachen, kichern, grinsen oder kreischen, es war ein richtiges Chäferfescht, das ich eigentlich hätte filmen statt aufzeichnen müssen. Aber erstens ist man hinterher immer schlauer und zweitens wirst Du hoffentlich auch so verstehen, warum ich mich innert 15 Minuten grad doppelt verliebt habe in diese beiden Frauen:

 

 
Wie es sich gehört in solchen Fällen, nehme ich erst einmal Bezug auf den Grund unseres Treffens und frage die beiden nach ihrer Zusammenarbeit für System Professional EnergyCode. Beide schwärmen in den höchsten Tönen, das ganze Projekt sei «one big giggle» gewesen – mit dem Team von SP, aber auch untereinander. «Wir sind uns so nahe und haben die Zeit in vollen Zügen genossen», sagt Chloé, die bei diesem Projekt nach eigenen Aussagen von der jahrelangen Erfahrungen ihrer Model-Schwester profitieren konnte, «was sie mir natürlich ständig unter die Nase rieb und zum Anlass nahm, mich völlig schamfrei herumzukommandieren, stimmt’s Poppy?».

Poppy lacht laut und schnappt sich eine weitere Praline, wobei nicht ganz klar ist, ob sie das macht, um einer Antwort zu entgehen oder weil sie auf den Geschmack gekommen ist. Auch ich muss grinsen, die Lebensfreude der beiden ist echt ansteckend. In Momenten wie diesen liebe ich meinen Job noch mehr als sonst!
Lassen wir das doch einfach mal so im Raum stehen und reden über Haare. Hat eine von Euch schon mal so richtig daneben gegriffen mit ihrer Frisur? 

Poppys Grinsen wird noch breiter: Ich überlasse meiner Schwester den Vortritt bei dieser Frage, hihi.
Chloé: Logisch, Du hast ja im Gegensatz zu mir auch nichts zu erzählen bei diesem Thema. Poppy trug ihr Haar nämlich schon immer lange, sie ist da nicht sehr experimentierfreudig. Ich hingegen liess mir mit 13 Jahren einen Kurzhaarschnitt verpassen nach dem Vorbild von Gwyneth Paltrow im Film Sliding Doors verpassen. Leider verstand mein Coiffeur den Auftrag falsch und ich sah aus wie ein Junge danach, meine Haare waren einfach – extrem kurz. Ich erinnere mich sogar noch daran, wie mich ein Mann am Bahnhof als young man bezeichnete und… hörst Du sofort auf zu lachen, Poppy, das war echt hart für mich!
Poppy:… wir gaben Dir sogar einen Buben-Namen, es war köstlich…

Für einen kurzen Augenblick fehlen beiden die Worte, weil sie von einem heftigen Lachkrampf geschüttelt werden bei der Erinnerung an Chloé’s haarsträubendes Abenteuer. Erst als ich die Schwestern in Anlehnung an die neue Haarpflegelinie EnergyCode nach ihrer liebsten Energiequelle frage, sinkt der Lärmpegel – wenn auch nur für kurze Zeit.

«Zucker», sagen beide unisono, um erneut in Lachen auszubrechen, bevor Chloé noch «spielen mit meinen Kindern» hinzufügt und dann ihrer Schwester das Wort übergibt, die eine längere Liste hat: «Die Musik von Riri, mein Mann, Lippenstifte von Tom Ford – und natürlich tanzen!», sagt Poppy und wippt dabei mit den Hüften, dass sie fast vom Sofa fällt. «Ich hätte da noch mehr Tipps, aber Du hast vermutlich noch andere Fragen vorbereitet, oder?»

Yep, so ist es!

Gibt es ein verborgenes Talent, von dem niemand etwas weiss?
Chloé überlegt kurz: Ich spiele ziemlich gut Klavier, aber das tönt irgendwie nicht so prickelnd. Frag lieber Poppy, die ist nämlich eine richtig talentierte Tänzerin…
Poppy kichert schon wieder vor sich hin:… stimmt, vor allem nach ein paar Cocktails. Ach ja, und ich bin ziemlich gut darin, fremde Akzente nachzuahmen. Zählt das auch?

Natürlich zählt das auch.

Leider verpasse ich es, Poppy nach einer Kostprobe zu fragen, denn in diesem Augenblick geht der Tumult auf der anderen Seite des Tisches wieder los. «Chloé, Du hast die goldene Praline aus meiner Schachtel gestohlen, gib es zu!», ruft Poppy und stupst ihre Schwester in die Seite. «Auf die habe ich mich am meisten gefreut und was machst Du? Isst sie mir heimlich weg! Das ist empörend, hast Du keine Kinderstube?»

Unnötig zu erwähnen, dass wieder grosses Gelächter herrscht beim liebevollen Streit um die letzte Praline in Goldfolie, als die Pressefrau auftaucht und uns darauf aufmerksam macht, dass wir nicht unbegrenzt Zeit haben für das Gespräch. Sofort hören die beiden auf und bitten mich, weiterzumachen, «wir wollen Dir nicht das Interview verderben».

ALS OB SIE DAS KÖNNTEN!

Zu diesem Zeitpunkt ist mein Girlscrush schon so mächtig wie Kim Kardashians Kehrseite zu besten Zeiten und am liebsten würde ich die beiden zu mir nach Hause einladen. Es braucht einiges an Konzentration, nicht einfach mit den Schwestern herumzublödeln und stattdessen die nächste Frage zu stellen.

Angenommen, Ihr hättet die Möglichkeiten und Fähigkeiten, unsere Welt nach Eurem Geschmack zu verändern. Was würdet Ihr machen? 
Chloé: Oh my god, that’s a though one. Poppy, mach Du mal, ich muss das noch überlegen.
Poppy denkt kurz nach: Das finde ich auch schwierig, selbst wenn es sich nur um eine Hypothese handelt. Ich denke, ich würde die Frauenrechte verbessern und schauen, dass Organisationen wie Safe the Children nicht mehr nötig sind. (hält für einen Moment inne). Ja, das wäre wirklich schön, eine Welt, auf der es keine unglücklichen Kinder mehr gibt.
Chloé: Dem schliesse ich mich an. Ich würde ausserdem noch viel mehr Geld sammeln für mein Wohltätigkeitsprojekt, mit dem wir die gynäkologische Krebsforschung von Frauen ohne eigene Mittel unterstützen. Auf diese Weise können nämlich viele unnötige Krankheits- und sogar Todesfälle verhindert werden – sofern die Frauen Zugang haben zu medizinischer Behandlung.

Beide Frauen sind auf einen Schlag ernst geworden und man spürt, wie sie ihren Gedanken nachhängen. Ich erinnere mich an einen Dailymail-Artikel aus diesem Jahr über Chloé, in dem sie erzählte, wie bei ihr im Alter von 20 Jahren potentiell gefährliche Zellen entdeckt wurden und sie deshalb einen Teil ihres Gebärmutterhalses entfernen lassen musste. «Ohne diese Diagnose hätte ich meine beiden Kinder nicht haben können. Ja, ich wäre vielleicht nicht einmal mehr hier», sagte sie damals zur Journalistin, der sie ihr Engagement für die Krebsforschung erklärte. Mir ist es fast schon ein wenig peinlich und ich schlage einen Themenwechsel vor, um die Stimmung wieder ein wenig aufzuheitern.

 

Reden wir über Helden. Wer ist Euer persönliches Vorbild?
Chloé grinst und schaut zu Poppy hinüber: Sag jetzt bitte nicht, dass ich das bin, das nimmt Dir niemand ab!
Poppy lacht ebenfalls: Wie kommst Du darauf?
Chloé: War nur so eine Idee. Mir kommt leider so spontan niemand in den Sinn, Du darfst dafür zwei Personen nennen, okay?
Poppy lächelt. Ich würde sagen: Dad. (Chloé verdreht die Augen und stöhnt gespielt laut auf) Doch, ernsthaft jetzt, unser Vater ist ein grosses Vorbild für mich. Er ist ein wunderbarer, charmanter, grundanständiger Gentleman der alten Schule, ein typischer Engländer. (denkt kurz nach). Okay, und die Spice Girls, die sind einsame Spitze und gehören auch zu meinen Helden.

 
Gehen wir von den Superhelden über zu den Superkräften. Welche Superkraft hättet ihr gerne?
Poppy: Ich wäre wahnsinnig gerne unsichtbar.
Chloé lacht: Das kann ich verstehen, Du bist manchmal wirklich laut und dann schauen Dich alle an. (zu mir) Nicht, dass ihr das je peinlich wäre…
Poppy nickt grinsend: Stimmt, ich bin immer die lauteste im Raum und darum fände ich es praktisch, wenn man das nicht immer auch noch sehen würde.
Chloé: Ich würde gerne Gedanken lesen können.
Poppy: Echt jetzt? Das ist aber nicht immer witzig!
Chloé: Stimmt, ich muss das präzisieren. Ich würde gerne sehen, was andere denken – aber nur dann, wenn ich es möchte. (zu Poppy). Was Du denkst, weiss ich sowieso immer. Im Moment zum Beispiel überlegst Du Dir, wie Du unauffällig eine Praline aus meiner Schachtel stehlen könntest, haber ich recht?
Poppy sieht ein wenig schuldbewusst aus: Ja, das stimmt. Aber nur, weil Du mir eine genommen hast. Du schuldest mir also noch eine Parline. Und das weisst Du ganz genau!

Wieder müssen wir eine kurze Pause einlegen, weil die beiden lautstark den Verteil-Schlüssel der verbleibenden Schöggeli besprechen. Die Pressefrau gibt mir das Zeichen, dass meine Zeit mit den Delevigne-Sisters bald um ist und ich erkundige mich, ob es noch reicht für ein gemeinsames Bild. «Aber natürlich, Du hast ihnen Schokolade gebracht und sie so glücklich gemacht. Da können wir auch ein wenig überziehen.»

Ich erkläre, dass es mir bei meinem Mitbringsel nicht darum ging, Zeit zu kaufen, nehme aber das Angebot natürlich dankend an. Während der Suche nach einem guten Standort – streng genommen ist es Poppy, die mit meinem Telefon von verschiedenen Winkeln aus immer wieder Probefotos macht um das Licht zu prüfen – erzähle ich den beiden, wie mich unlängst jemand nach den witzigsten Interviewpartnerinnen fragte. Damals musste ich passen, denn auch wenn es zum Teil zu berührenden Begegnung kommt bei solchen Anlässen, so bin ich normalerweise meist sehr konzentriert und entsprechend nicht unbedingt in der Laune für ausgelassene Spässlis.

«Dank Euch habe ich in Zukunft endlich eine Antwort auf diese Frage, denn so gelacht habe ich noch selten während eines beruflichen Gespräches», sage ich, worauf die beiden sich anschauen und einen High Five geben – «Yes, we did it! Ist das nicht ein grossartiges Kompliment, Chloé?» –, bevor wir zusammen für ein Foto posieren, das mich auf immer an diese in vieler Hinsicht absolut einzigartige Pressereise zur Lancierung von System Professional Energycode erinnern wird.

 

chole-and-popppy-delevigne-with-katrin-roth

Kommentare