Trend Test: Hair Dusting

Von Natalie Hemengül, 7. April 2017

Ich weiss nicht, wie es um euch steht, aber jedes Mal, wenn ich mir die Spitzen schneiden lasse, gesellt sich zu meiner Vorfreude ein wenig Wehmut dazu. Der Abschied von zwei Zentimeter Haar ist erstaunlich schwerer, als man ihn vermuten würde. Nun hat sich ein “neuer Trend” die Ehre gegeben: Hair Dusting. Anführungszeichen deshalb, weil ich die Technik schon vor drei Jahren angewandt habe, als ich aus Prinzip und Mangel an Vertrauen anderen Leuten gegenüber meine Haare nur noch selbst geschnitten habe.

Was versteht man unter Hair Dusting eigentlich?
Die Idee ist simpel. Jeder kennt die feinen frizzy Haare, die sich trotz geglättetem Schopf einfach nicht senkrecht nach unten richten wollen und ganz rebellisch abstehen. Beim Hair Dusting konzentriert man sich genau auf diese Störenfriede. Man packt sich eine Haarsträhne, fährt noch mal mit einer Bürste drüber, um sie zu glätten und schaut sich an, welche Härchen abstehen und schneidet diese ab. So kann man kaputte Spitzen in den Längen gezielt angehen und verliert nicht an Länge.

Mein Tipp
Ich habe zusätzlich zum Glattziehen der Haare, die Strähne einmal um meinen Finger gewickelt. Durch die Krümmung, die das Haar so machen muss, lassen sich abstehende Haare nämlich viel besser lokalisieren. Den Finger dann genau so lassen und lediglich Schritt für Schritt längs nach unten ziehen und vor zu schneiden.

Diese Technik ist toll für zwischendurch, da man so das Haar wieder bändigen kann und die kaputten abstehenden Spitzen in den Längen nicht mehr abstehen, sondern abgeschnitten werden. Das reguläre Spitzenschneiden ersetzt es aber auf keinen Fall. Denn da braucht es schon wesentlich mehr Talent, die unteren Enden alle gleichmässig hinzubekommen. Und diese Gabe blieb mir verwehrt…

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