Haarbürsten richtig reinigen

Von Natalie Hemengül, 27. Juni 2017


Was ich nie verstanden habe, sind Bürsten, bei denen man vor lauter Haaren, den Bürstengrund nicht mehr sieht. Quasi ein Haarteppich. Nur schon beim Gedanken daran wird mir ganz anders. Mir wurde beigebracht, die Haare in meiner Bürste oder meinem Kamm nach jedem Gebrauch zumindest grob zu entfernen.

Das A und O ist also: Nach jedem Gebrauch die Haare entfernen! So lagern sich später keine Resten von Stylingprodukten ab, die man sich dann in einer Endlosschlaufe immer und immer wieder in die Haare schmiert, wodurch sie auch schneller nachfetten. Und ganz offensichtlich: Die Bürste im Bad sieht auf diese Weise viel appetitlicher aus und nicht wie ein Haustier, das man wegen einer Allergie der Gäste im Badezimmer wegschliesst. Das ist gerade bei hochwertigen Bürsten aus Holz und Naturborsten sehr zu empfehlen, da diese sehr empfindlich sind. Sollte es aber doch mal so weit kommen, dass man vor lauter Haaren die Borsten nicht mehr sieht, kann man diese ganz leicht mit einem Zahnstocher herausheben.

Meine günstigen Plastikbürsten lege ich für eine gründliche Reinigung über Nacht kopfüber in ein Wasser-Essig-Shampoo-Gemisch ein. So werden Fett und Überreste von Styling-Produkten entfernt. Bei teureren Bürsten sollte man unbedingt die Reinigungshinweise auf der Verpackung beachten. Je nach Material muss man nämlich anders vorgehen. Bei Holzbürsten sollte man beispielsweise darauf achten, sie lediglich kurz in einem Wasser-Shampoo-Gemisch stehen zu lassen, damit das Holz keinen Schaden nimmt.

Mein eigenes Exemplar besteht aus Wildschweinborsten und Ahornholz. Auch hier müssen die Haare erst mal entfernt werden. Da hier aber die Borsten aber sehr dicht stehen, empfiehlt es sich, einfach mit einem Kamm mit weit stehenden Zähnen drüberzufahren. Nach dem Entfernen der Haare reinigt man die Borsten am besten mit einem milden Shampoo. Dazu einfach etwas davon in die Borsten geben und unter warmem Wasser einmassieren und abspülen. Für das Holz rundherum (sofern unbehandelt) wird empfohlen, hin und wieder etwas Olivenöl einzumassieren, damit das es mit der Zeit nicht spröde wird.

 

Foto: iStock (Kwangmoozaa)

Stichworte

Kommentare