Video-Tutorial: Sugaring – ein Selbstversuch

Von Natalie Hemengül, 31. Juli 2017

Der Sommer? In der Schweiz vermutlich schon bald Schnee von gestern. Haarentfernung dagegen? Immer mal wieder ein Thema. Also so in etwa jeden zweiten Tag, wenn man armenische Wurzeln hat wie ich. Nassrasur, Waxing und Epilieren habe ich schon durchgestanden. Sugaring hingegen immer gemieden. Vermutlich wegen dem Aufwand: Selbstherstellen (faule, faule Nati). Nun bin ich aber doch neugierig geworden und hab die Methode mit der Zuckerpaste kurzerhand mal ausprobiert. Immerhin hat sie etliche Vorteile: Sie kostet praktisch nix, lässt sich einfach daheim herstellen, tut weniger weh (klebt nämlich nicht an den Hautzellen) und ist zudem völlig natürlich.

Ihr braucht lediglich:

  • 100 g Zucker
  • 1 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 1 Prise Salz
  • 25 ml Wasser

Und so geht die Herstellung:
Mischt alle Zutaten zusammen und gebt sie in eine Teflonpfanne. Erhitzt das Gemenge auf hoher Stufe, bis es blubbert. Lasst die zuckrige Flüssigkeit dann so lange vor sich hinblubbern, bis sie die Farbe eines dunklen Bernsteins annimmt. Leert die zähflüssige Masse nun in eine Schüssel, die im kalten Wasserbad steht. Dort drin kühlt sie unter ständigem Rühren ab. Sobald dies passiert ist, die Hände unter kaltes Wasser halten und ein wenig von der Masse in die Hand nehmen. Diese dann mehrfach auseinanderziehen und wieder zusammendrücken, bis sie heller und fester wird.

 

Und angewandt wird die Zuckerpaste folgendermassen:

Drückt die Masse auf die haarige Stelle, die ihr lieber kahl hättet und streicht sie in Haarwuchsrichtung glatt. Abgezogen wird dann ebenfalls in Haarwuchsrichtung.

Zwei Versuche waren nötig, bis ich auch nur annähernd die richtige Konsistenz der Sugaring-Paste hinbekommen habe. Lässt man sie nämlich zu lange in der Pfanne, wird sie zu dunkel und später bei Abkühlen sehr hart und nicht mehr knetbar. Lässt man sie zu wenig lang drin, bleibt zu viel Flüssigkeit zurück und das Enthaaren ist unmöglich, weil die Paste nicht genug hart wird. Ich denke es ist reine Übungssache.

Ich hätte meinen zweiten Versuch sogar noch etwas länger in der Pfanne verharren lassen dürfen. Dann wäre das Endergebnis wohl auch besser ausgefallen. Einige Haare am Bein jagte ich damit tatsächlich ins Jenseits – aber nicht alle. Das lässt sich wohl auf die falsche Konsistenz zurückführen. Ein dritter Versuch folgt definitiv …

Vorschaubild: iStock (Tinatin1)

Die Beauty-Profis

Welcher Lippenstift passt zu mir? Wie trägt man Parfüm richtig auf? Und was hilft gegen spröde Haare? Die Beauty-Welt ist voller glitzernder Tuben und Töpfchen – aber eben auch voller Rätsel. Keine Sorge, wir sind für Sie da. Sie stellen die Fragen, unsere Beauty-Experten aus der Redaktion antworten. Just ask!

Stellen Sie Ihre Fragen

Kommentare