Soapwalla-Begründerin Rachel Winard plaudert aus dem Beauty-Kästchen

Von Katrin Roth, 7. October 2014

 

Wie nett ist das?

Trotz ihres dichten Programms liess sich Soapwalla-Begründerin und Superdarling Rachel Windard während ihrer Reise durch Europa grad vier Tage Zeit für ihren ersten Besuch in der Schweiz, den sie perfekt zu nutzen wusste: Wandern & Fondue im Berner Oberland, Sightseeing mit Steffi Hidber, Schoggishopping bei Sprüngli, Schmusen mit der Katze im Kugelsessel, Sünnele am Züri-See, Besichtigung des neu eröffneten Beauty-Paradies Pretty & Pure Organic Beauty Department (unbedingt hingehen!) – und als ob das nicht genug Programm gewesen wäre, gab sie mir erst noch ausführlich Auskunft über spannende Themen aus dem Bereich Naturkosmetik.

Dankeschön, liebe Rachel!

 


Rachel Winard über…

 

Trends
Wie in der konventionellen Kosmetik gibt es auch in der Naturkosmetik Trends, die kommen und gehen. Arganöl zum Beispiel wird derzeit überall als natürliches Wundermittel angeboten und erlebt einen unglaublichen Hype. Mir gefällt Arganöl ebenfalls, ich denke aber, man sollte darüber die anderen Wirkstoffe nicht einfach vergessen. Für Soapwalla etwa arbeite ich viel mit Sanddornöl und Hagenbuttenöl, die beide wie Arganöl ebenfalls reich sind an Vitaminen und den Aufbau von Kollagen ankurbeln.

 

Rohstoffe
Bei der Wahl meiner Rohstoffe gibt es verschiedene Ansätze. Da wären einerseits meine Lieferanten – ich arbeite überwiegend mit Bio-Bauern aus der Umgebung von New York –, die mir Vorschläge machen im Sinne von «Kennst Du diese Pflanze schon? Die könnte Dir gefallen». Auf der anderen Seite lese ich alles über Pflanzenheilkunde, das ich in die Finger bekomme. Vor allem alte Volks-Sagen sind eine unglaublich gute Quelle für Informationen über Pflanzen, aber auch in Märchen – ehrlich! – oder in Büchern über die traditionelle Indianer-Medizin sowie in der modernen Fachliteratur stosse ich immer wieder auf interessante Pflanzen.

Sobald ich einen für mich neuen Wirkstoff entdeckt habe, beginnt das Experimentieren damit. Je nachdem endet die Geschichte hier bereits wieder – sei es, weil der Rohstoff zu teuer ist, weil er nicht lange haltbar bleibt oder weil er sich nicht so einsetzen lässt, wie ich mir das vorstelle. Andernfalls tüftle ich so lange herum, bis ein neues Produkt daraus entsteht. Ein Beispiel dafür ist der blaue Rainfarn, mit dem ich seit längerem Tests mache und den ich jetzt für ein neues Gesichtsprodukt verwende.

 

Inspiration
Die Anregungen meiner Kundschaft sind mir wichtig, sehr sogar. Dabei ist es lustig, wie die Bedürfnisse je nach Land total unterschiedlich sind. In Frankreich etwa bekomme ich viele Anfragen für Zahnpasta, während sich die Kunden in den USA vor allem Haarpflege und Make-up wünschen. Die meisten Produkte allerdings habe ich zunächst einmal für den Eigengebrauch entwickelt und dann an Freunde und Familie abgeben, bevor ich sie ins offizielle Sortiment aufnahm. Auf den neuen Beauty-Balm zum Beispiel kam ich, nachdem ich mir ein grosses Tattoo stechen liess und nach einer heilenden Salbe auf natürlicher Basis suchte. Plötzlich interessierte mich dieses Gebiet, ich überlegte mir, welche Wirkstoffe sich dafür eignen würden und feilte dann so lange an der besten Formulierung, bis ich zufrieden war.

 

Natürliche Öle
Wie Dir kaum entgangen sein dürfte, sind Öle meine liebsten Wirkstoffe, weil sie unglaublich vielfältig sind und gleichzeitig für alles eingesetzt werden können – Gesicht, Körper, Haare, tutti. Wenn ich mich für einen einzigen Rohstoff entscheiden müsste, wäre es ein Öl, wobei die Wahl von den persönlichen Bedürfnissen abhängt.

 

Feedback von Kunden
Ein Teil meiner Arbeit besteht aus dem Beantworten von Kundenmails und auch wenn das viel Zeit braucht, mache ich das sehr gerne, denn dabei höre ich immer wieder berührende Geschichten. Einmal zum Beispiel schrieb mir eine Frau, die wegen ihrer Endemetriose seit ihrer Pubertät unter starken Krämpfen litt. Auf Anregung ihres Arztes kaufte sie das die Soapwalla Badesalze mit Ingwer, weil dieser Wirkstoff bei ihrer Krankheit helfen soll. Nach einigen Monaten, in denen sie die Soapwalla Produkte täglich benutzte,  war sie zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit schmerzfrei. Als ich davon las, musste ich weinen vor Freude. Oder dann gab es noch diese junge Frau, die wegen ihrer Akne in medizinischer Behandlung war und verschreibungspflichtige Hautpflege bekam. Sie bat mich um Hilfe und ich riet ihr zu meiner Kohleseife sowie zum Gesichts-Serum von Soapwalla, das sie seither verwendet – und wunderschöne Haut hat, so dass sie alle Medikamente absetzen konnte.

 

What’s next?
Kurzfristig bin ich knapp davor, neue Produkte von Soapwalla zu lancieren: Das Soapwalla-Reiseset im Jeanslook, ein zweiter Deo mit einem neuen Duft und den Pflege-Balm, den ich bereits erwähnt habe. Für das nächste Jahr habe ich mir fest vorgenommen, mehr zu reisen, weil ich jetzt realisiere, wie wichtig und bereichernd persönliche Kontakte zu Verkäufer und Kunden sind. Und langfristig gesehen träume ich von meiner eigenen Farm im Umland von New York, wo ich meine Rohstoffe anpflanze und gleichzeitig ausgesetzten Tieren ein neues Heim gebe. Ich gebe mir fünf Jahre Zeit, um Land, Investoren sowie gute Pächter zu finden…

 

 

… und ich komm Dich dann sicher wieder besuchen: You rock, Rachel!

 

Die Produkte von Soapwalla –neben dem Deo kann ich vor allem auch das wunderbare Körperöl empfehlen, das zu meinen ganz persönlichen Beauty-Favoriten gehört, weil es unglaublich schnell einzieht, wunderbar pflegt und schampar gut duftet! – gibt es über www.biomazing.ch, www.shetime.ch, oder für Deutschland über www.amazingy.com sowie bei Pretty and Pure organic Beauty Department an der Weinbergstrasse 25 in Zürich (wie gesagt, den solltet Du unbedingt mal auschecken, Darling!).

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