Haarlos glücklich oder was? Ein Testbericht zum Philips Lumea Precision Plus

Von Katrin Roth, 9. December 2014

 

Ich beneide sie glühend um ihre dunklen, dicken Haare. Und vergessen dabei immer wieder: Wer auf dem Kopf üppig behaart ist, hat oft auch auf dem Körper viele Haare. Was Büro-Freundin persönlich gar nicht sonderlich lustig finde und entsprechend empfänglich ist für sämtlich Behandlungsmethoden, die eine dauerhafte Haarentfernung am Körper verheissen.

So, wie den neuen Philips Lumea Precision Plus etwa, den sie in den vergangenen vier Monaten für die Leserschaft von The Beauty Experience (okay, und für sch) testen durfte: Ein Haarentfernungs-Gerät für den Heimgebrauch, das zu einem verhältnismässig günstigen Preis von 440 Franken – ich komme später nochmals darauf zurück – glatte Haut verspricht.

Oder, um es in den Worten der Hersteller zu sagen: «Philips Lumea behandelt die Haarwurzeln mit sanften Lichtimpulsen, wodurch das Haar ausfällt und Nachwachsen verhindert wird. Eine regelmäßige Wiederholung hält Ihre Haut lang anhaltend glatt

Genau das also, wonach lovely Tiziana schon immer gesucht hat!

 

 

Ganz ehrlich: Vor der ersten Anwendung mit dem Philips Lumea Precision Plus war mir etwas mulmig, man hört ja immer so viele Schauermärchen im Zusammenhang mit Laserstrahlen und deren Aufeinandertreffen mit Haut, Haaren oder, oh Schreck!, den Augen. Grund genug für mich, die Bedienungsanleitung nicht wie sonst nur zu überfliegen (oder gar zu ignorieren und es einfach mal auf gut Glück zu versuchen, hüstel), sondern genau zu lesen und allen Anweisungen zu folgen.

Konkret heisst das:

1. Rasieren der betroffenen Körperstellen
Damit soll sichergestellt werden, dass die Lichtenergie auf möglichst wirksame Weise zur Haarwurzel geleitet wird. Klingt einleuchtend und trotzdem verschiebe ich die Behandlung des Gesichts auf unbestimmt, denn bevor ich mich wie ein Mann rasiere, möchte ich wissen, ob das Gerät überhaupt funktioniert.

 

 

 

2. Analyse von Haut und Haaren
Philips Lumea Precision Plus bietet fünf unterschiedliche Einstellungen, von denen ich die für mich optimale Lichtintensität ermitteln muss. Klingt einfach und ist es dank mitgelieferter Tabelle auch. Uff!

 

 

3. Behandlung
Philips Lumea Precision Plus im Winkel von 90 Grad auf die Haut aufsetzen, Lichtimpuls auslösen, Gerät leicht verschieben, Lichtimplus auslösen und so weiter. Ich begann ganz klassisch mit den Unterschenkeln – und war positiv überrascht, dass ich, abgesehen von einem leichten Wärmeeffekt, nichts spürte. Kein «Pfätzen», keine Stromschläge, alles wunderbar.

 

 

 

Das Fazit nach der Première mit dem Philips Lumea Precision Plus: Lässig, aber etwas zeitintensiv, wobei sich das mit zunehmender Übung ändern sollte. Hilfreich war ausserdem die Entdeckung der Slide & Slash-Funktion – das heisst, man muss das Gerät nicht nach jedem Impuls neu ansetzen, sondern kann es einfach über die Haut gleiten lassen, während die Lichtimpulse automatisch ausgelöst werden (öhm, vielleicht habe ich die Bedienungsanleitung doch nicht ganz so sorgfältig gelesen wie ich dachte…).

 

 

 

Richtig spannend wurde es allerdings erst 14 Tage später: Der Hersteller gibt an, dass man die Behandlung in den ersten zwei Monaten alle zwei Wochen wiederholen sollte. Danach sollte die Haut glatt und haarfrei sein und die Behandlung muss nur noch alle vier bis sechs Wochen wiederholt werden.

Eine traumhafte Vorstellung – aber vorerst weiterhin nur ein Traum, wie die leider immer noch üppig behaarte Bestandesaufnahme meiner Beine zwei Wochen nach der ersten Behandlung mit dem Philips Lumea Precision Plus ergab. Weniger ist in meinem Fall halt immer noch viel. On the brigth side hatte ich auch keine Nebenwirkungen wie Rötungen oder Pickel.

Da ich natürlich nicht schon nach einer Anwendung aufgeben wollte, setzte ich mich nach zwei Wochen wieder vor den Fernseher und laserte darauf los – erneut an den Beinen, denn die Anwendung im Gesicht war mir auch beim zweiten Mal noch zu heikel. Inzwischen kam ich allerdings schon deutlich schneller voran und lag damit auch einiges näher bei den Zeitangaben in der Anleitung (Unterschenkel etwa acht Minuten, ein ganzes Bein etwa 15 Minuten).
Übung macht eben doch den Meister.

Und vor allem: Geduld zahlt sich aus, denn nach der zweiten Anwendung mit dem Philips Lumea Precision Plus hatte ich den Eindruck, dass meine Haare tatsächlich etwas weniger werden. Einzelne Haare schienen das Prinzip des Absterbens begriffen zu haben. Oder bildete ich mir das nur ein weil ich mir sehnlichst eine Veränderung wünschte?

Machen wir einen Zeitsprung: Heute, nach neun Behandlungen mit dem Philips Lumea Precision Plus weiss ich, dass das Gerät hält, was es verspricht. Ich habe deutlich weniger Haare an den Beinen und sie scheinen mir auch weniger stoppelig als noch zu reinen Rasur-Zeiten. Den Rasierer kann ich deswegen allerdings (noch?) nicht entsorgen, da es vermutlich noch einige Anwendungen braucht mit dem Philips Lumea Precision Plus, bis all meine Haare an den Beinen dauerhaft verschwunden sind.

Trotzdem ist für mich das Experiment mit dem Philips Lumea Precision Plus ein voller Erfolg, denn inzwischen habe ich mich auch an die Achseln und an einem besonders mutigen Tag sogar an das Gesicht gewagt. Zum Glück, denn mittlerweile bin ich dort wirklich haarfrei und die Oberlippen-Härchen sind Geschichte.

Hurray!

 

PS: Den Philips Lumea Precision Plus gibt es für rund 450 Franken im Fachhandel: Das ist ziemlich viel Geld, aber wenn man bedenkt, dass man damit dauerhaft haarfrei wird, lohnt sich diese Anfangsinvestition auf jeden Fall, finde ich.

Kommentare

Digitale Post

Das Beste jede Woche in Ihrer Mailbox