Wie bändige ich morgens schnell meine Haare?

Von Kerstin Hasse, 19. February 2018

In Ratgeberspalten heisst es gern: «Ich weiss, wie Sie sich fühlen», in diesem Fall trifft diese Floskel aber wirklich zu, denn: Ich weiss, wie Sie sich fühlen, auch ich habe langes, dickes Haar, das nicht jeden Morgen in sanften Wellen auf meine Schultern fällt. Ich will mich nicht beschweren, ich habe viele Haare und ich kann viel damit anstellen, trotzdem gibt es halt diese Hermine-Granger-Momente, die mich morgens zum Verzweifeln bringen. Was also tun an einem Bad Hair Day?

Die Antwort lautet: frisieren! Wenn Ihr Haar nicht so richtig gewellt, aber auch nicht glatt oder lockig ist, Sie keine Zeit haben, es zu glätten oder mit dem Lockenstab zu bearbeiten, nehmen Sie am besten Ihre Hände zur Hilfe. Es gibt Sie, die magischen Frisürchen, die gar nicht so viel Aufwand brauchen. Hier meine drei Favorites:

1. Undone Pferdeschwanz: Die einfachste Lösung. Kopf nach vorn beugen, Haare mit ein bisschen Haarspray bearbeiten, Kopf zurück. Einen lockeren Pferdeschwanz binden, das muss nicht perfekt und glatt aussehen. Haargummi ins Haar, dann eine breite Haarsträhne aus dem Pferdeschwanz lösen und etwa zweimal um das Haargummi wickeln. Das Ende mit einem Bobby Pin fixieren. Wenn gewünscht, einige Haarsträhnen hervorzupfen, fertig!

2. Einfach hochgesteckt: Für diese Frisur bekomme ich regelmässig Komplimente, weil sie kompliziert aussieht, aber super einfach ist. Die Haare am Hinterkopf in zwei Partien teilen und jeweils nach Innen einrollen, mit Klammern kurz fixieren. Beide Partien zusammenführen und mit einem Haargummi (idealerweise im Farbton der Haare) zu einem losen Pferdeschwanz binden – es ist nicht schlimm, wenn sich das eingerollte Haar ein wenig löst. Jetzt den Pferdeschwanz von unten nach oben einrollen und wie eine Schnecke hinter das Haargummi rollen – so entsteht ein eingewickelter Dutt im unteren Nacken. Das Ganze mit Bobby Pins fixieren, Haarspray drauf und fertig! Es klingt kompliziert, aber probieren Sie es aus, ich brauche wirklich nicht länger als fünf Minuten für diese Frisur. Das sieht dann ungefähr so aus:

3. Flechten, flechten, flechten: Der Fischgrätezopf ist nach wie vor ein Klassiker, der simpel ist und toll aussieht. Das Haar dafür wieder in zwei Partien trennen. Immer eine Aussensträhne der einen Partie mit der anderen überkreuz verbinden. Also links aussen nach rechts innen, dann rechts aussen nach links innen, dann wieder links aussen nach rechts innen und so weiter. Am Schluss zupfe ich wieder hier und da eine Strähne aus dem Zopf oder ich fixiere einen Teil am Hinterkopf mit Bobby Pins, sodass er seitlich fällt. Easy und sehr hübsch.




    Alle Frisuren sind in der Umsetzung einfach und beanspruchen nicht viel Zeit – auch das klingt nach Ratgeber-Klischee, aber auch hier spreche ich aus Erfahrung. Ich bin kein Morgenmensch und eigentlich immer zu spät dran – aber für diese Stylingvarianten reicht die Zeit.

    Herzlich,

    Hermine Granger aka Kerstin Hasse

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