Lohnt sich Spray-Tanning?

Von Kerstin Hasse, 16. Juli 2018

Liebe Leserin,

diese Frage habe ich mir vor ein paar Jahren auch gestellt. Ich war damals Anfang Sommer zu einer Hochzeit in Süditalien eingeladen und wollte, dass mein Sommerkleid auf einem gebräunten Teint zur Geltung kommt. Eine Kollegin hatte mir ein Studio in St. Gallen empfohlen, das ein Airbrush-Spray-Tanning anbietet, das auf Zucker basiert. Nachdem ich im Internet recherchierte und abwog, ob ich mögliche Striemen oder Unregelmässigkeiten – die anscheinend beim Spray-Tanning vorkommen können – in Kauf nehmen möchte, vereinbarte ich einen Termin. Die nette Dame am Telefon sagte mir, ich solle eine schmale Einwegunterhose anziehen und ein lockeres Kleid, das nicht stark am Körper anliegt. Bei meinem Termin wurde ich dann von beiden Seiten von ihr behandelt. Die Flüssigkeit fühlte sich gut an, sie spannte ein wenig klebrig auf der Haut, aber das war nicht unangenehm. Nachdem das Ganze getrocknet war, durfte ich mich anziehen. 

Nun zum Resultat und damit auch zur Beantwortung Ihrer Frage: Lohn sich Spray-Tanning? Ehrlich gesagt, finde ich, dass es sich nicht lohnt. Das Resultat war schön und sehr natürlich, die Bräune wurde in den Stunden nach der Behandlung noch stärker und ich sah aus, als käme ich gerade vom Strand. Ich sah auch nicht orange aus, was mich besonders beruhigte. Das Resultat stimmte und es war auch nicht fleckig oder unregelmässig. Zumindest am Anfang nicht. In den Ferien, die auf das Tanning folgten, hatte ich aber ein wenig mit meiner Fake-Bräune zu kämpfen. Zuerst bildete sich unter meinem BH ein kleiner Striemen – wohl durchs Schwitzen. Solch kleine Flecken tauchten in den zwei Wochen danach auch an den Achseln, den Schultern und an den Fusskanten auf. Da ich in Italien am Meer war, bräunte ich natürlich nach, wodurch man diese Unregelmässigkeiten nicht so stark wahrnahm, sie stressten mich aber trotzdem, zum Beispiel wenn ich bei meinem Shirt merkte, dass es eben genau an dieser einen Stelle unterm Arm rieb. 

Ja, mein Kleid sah auf gebräunter Haut hübsch aus und ja, es war schön, mit gebräunten Beinen am Strand zu liegen, aber der Aufwand – finanziell (ca. 160 Franken) und in Sachen Nachpflege (man kann die Flecken mit Bräunungslotion zu verhindern versuchen) – war mir einfach zu gross. Deshalb gehe ich nun wieder klassisch vor. Ich flieg in den Urlaub und liege – natürlich gut geschützt und eingecremt – auf dem Liegestuhl. 

Blasse aber entspannte Sommergrüsse,

Kerstin Hasse

 

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